Die Geschichte der Redoutensäle Linz

Ursprung unseres Betriebs ist das in den Jahren 1695/96 errichtete Ballhaus.

Fahrende Theatergruppen gastierten hier und der Adel erfreute sich im 18. Jahrhundert an den ersten Opernaufführungen.

1751 verbot Maria Theresia die „Adeligen Exerzitien“, sodass das Ballhaus seinen ursprünglichen Verwendungszweck verlor und nur mehr für verschiedene Feste Verwendung fand.

1773 setzte der Barockbaumeister Johann Baptist Gangl im Auftrag der Landstände den Redoutensaal auf das Ballhaus auf. In den ebenerdigen Räumen wurde der vermutlich vorher schon vorhandene gastronomische Betrieb erweitert, ein Restaurant und ein Cafe mit sechzehn Tischen wurden eingerichtet.

Im ursprünglich dem Reiten vorbehaltenen Garten wurden zwei Lusthäuser im barocken Stil erbaut sowie eine Orangerie und ein Irrgarten gepflanzt.

1778 bis 1803 gastierte in den Räumen des Redoutensaales das „Ständische Theater“, das nach dem großen Stadtbrand von 1800 neben dem Redoutensaal neu erbaut worden war.

Restaurant, Redoute und Theater erhielten damals die gemeinsame spätklassizistische Fassade zur Promenade hin.

Der Redoutensaal wurde für die Feste des Biedermeier frei, als sich Adelige und Bürgerschaft aus dem politischen Leben zurückzogen.

Die Casinobälle des Adels waren „das“ gesellschaftliche Ereignis und der Redoutensaal konnte sich rühmen, der einzige konzessionierte Veranstaltungsraum des Landes zu sein. Jeder hohe Besuch, vornehmlich aber die Mitglieder des Kaiserhauses wurden im Redoutensaal bewirtet.

1861 fand die Eröffnung des ersten Landtages nach der Revolution von 1848 im Redoutensaal statt. Es war dies auch der Beginn der Demokratie in Oberösterreich.

1919 bis 1942 gastierte wieder die „Kleine Bühne“ des Landestheaters in den Festräumen, bis sie ein von Clemens Holzmeister geplantes, eigenes Gebäude beziehen konnte.

Seit dieser Zeit dient der Saal mit seiner gediegenen Atmosphäre wieder seinem eigentlichen Zweck als Veranstaltungsraum.

Die Verwaltung der Redoutensäle ist bemüht, die lange Tradition mit den Anforderungen und Aufgaben der heutigen Zeit zu verbinden.

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